Holt Hertha den Gründungs-Dampfer wieder nach Berlin?

Konkretes Interesse

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Hertha plant den Kauf des des traditionsreichen Schiffs. Besitzer Thomas Flemming: „Die alte Dame wird zum Rendezvous vorbereitet…“

Hertha BSC hat so viel Tradition. Und die soll für die kommenden Generationen bewahrt werden. Der lang ersehnte Wunsch nach einem Hertha-Museum wird sich zwar bis zum 125. Geburtstag (25. Juli 2017) nicht erfüllen. Aber die Gerüchteküche brodelt seit Wochen, dass der Dampfer „Hertha“, Namensgeber des Klubs, bald nach Hause kommen könnte.

Zur Erinnerung: Nach einer Dampferfahrt auf der „Hertha“, die einen blau-weißen Schornstein hatte, gründen die Brüder Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz am 25. Juli 1892 den Verein BFC Hertha 92. Der wurde dann am 7. August 1923 nach einer Fusion mit dem Berliner Sport-Club zu Hertha BSC umbenannt.

Schiffsinhaber heizt Gerüchteküche an

Dieses Schiff steht nun in Wusterhausen/Dosse (eine Stunde von Berlin entfernt) und wird seit Jahren nur noch sporadisch für Charterfahrten auf der Kyritzer Seenkette genutzt. B.Z. fragte Inhaber Thomas Flemming: In der Szene wird gemunkelt, dass Hertha sich wieder stark um das Schiff bemühen soll. Gibt es Hoffnung? Flemming: „Die Hoffnung muss immer da sein. An der Alten Dame wird gerade jeden Tag gemalert und geschraubt, sie wird zum Rendezvouz vorbereitet…“

Zum Rendezvouz, zu einem Treffen mit den Fans und Anhängern des Klubs? Flemming: „Alles ist möglich! Interessenten gibt es immer – auch diesmal.“ Nach B.Z.-Informationen soll das Interesse sogar sehr konkret sein, die „Hertha“ vor dem Verkauf stehen. An den Klub? Das wäre ein Paukenschlag!

Hertha bemühte sich seit 2011 um das Schiff

Schon 2011 versuchte Hertha im Namen von Aufsichtsrats-Boss Bernd Schiphorst (73) das Schiff („Es ist für uns ein unverwechselbares, authentisches Stück Hertha-Historie“) ein Jahr vor dem 120. Vereinsjubiläum zu erwerben. Die Verhandlungen mit dem damaligen Besitzer scheiterten am Preis von rund 200.000 Euro.

Im Mai 2012 schnappte sich Flemming das Schiff. Der dürfte eine ähnliche Summe aufrufen. Der ideelle Wert für den Hauptstadt-Klub wäre aber viel höher – unbezahlbar! Kommt das Schiff aus dem 19. Jahrhundert nun nach Hause? Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Vielleicht gibt es dazu auf der Mitgliederversammlung heute Abend schon Neuigkeiten…

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