Hertha BSC: Pering und Wolter kaufen das Gründerschiff von 1892

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Traditionsdampfer

hertha-schiff_1463930112Das Fahrgastschiff wurde 1886 in Stettin gebaut. Seit 2002 heißt es wieder „Hertha“  Foto: Ottmar Winter

Es war der Coup auf der Mitgliederversammlung. Die Präsidiums-

Mitglieder Christian Wolter und Ingmar Pering holen Herthas Gründerschiff nach Hause. Vereins-Mitglieder können sich an der Aktion beteiligen.

Die Sensation ist perfekt! Hertha BSC holt das Gründerschiff „Hertha“ aus dem 19. Jahrhundert nach Hause – erstmals ist der größte Schatz der Klub-Geschichte im Vereins-Besitz.

Die Hertha-Bosse Ingmar Pering und Christian Wolter sind die Käufer und verkündeten den Hammer unter Beifallsstürmen auf der Mitgliederversammlung.

Wolter und Pering sind die neuen Helden der Hertha-Fans! Exklusiv in der B.Z. verraten sie, wie der Super-Deal mit dem Schiff läuft. Pering: „Alle Herthaner hatten schon immer große Sehnsucht nach diesem authentischen Stück Vereinshistorie. Wir wollen unseren treuen Fans etwas schenken, womit sie sich stolz identifizieren können.

pering_1463944047-768x432Ingmar Pering (50) ist seit 2007 im Hertha-Präsidium (Foto: City-Press GbR)

Deshalb haben Pering und Wolter eine Gesellschaft gegründet. Das Beste: Die Mitglieder sollen daran teilhaben. Es wird eine Aktie geben – genau 1892 Anteile stehen zum Verkauf.

Richtig, wegen des Gründerdatums des Klubs 1892. Damals entstand der Vereinsname nach einer Fahrt auf der „Hertha“. Wolter verrät einen weiteren Clou: „Eine Idee ist, dass sich die Erstzeichner am Rumpf der Hertha verewigen können.“

wolter_1463944049-768x432Christian Wolter (54) ist seit 2007 im Präsidium (Foto: City-Press GbR)

Was kostet das Schiff? Inklusive Notar und Sanierung 400.000 Euro.

Wann kommt die Hertha nach Hause? Der Dampfer steht noch in Wusterhausen (Dosse), etwa eineinhalb Stunden von Berlin entfernt – in der Reederei 5 Seen. Wolter, hauptberuflich Diplom-Ingenieur vom Sachverständigenzentrum Berlin: „Das Schiff soll im Winter geholt werden, wegen des Gewichts ist ein Transport über Land nur bei gefrorenem Boden möglich. Das Gründerschiff wird also rechtzeitig zu unserem 125. Geburtstag zu Hause sein…“

Wo soll das Schiff dann hin? Mögliche Standorte sind Stadion und Geschäftsstelle. Das hängt allerdings auch davon ab, was die Mitglieder wollen. Pering: „Wir wollen einen Förderverein gründen und die Hertha-Mitglieder entscheiden lassen, was sie wollen. Sollen wir umbauen oder sanieren? Wollen wir die Hertha wieder zu Wasser lassen oder anders nutzen?“

Eine Möglichkeit wäre auch, das Gründerschiff als Fan-Kneipe zu nutzen. Dann könnten die Fans auf den blau-weißen Bänken ihre Hertha-Stammtische vor, während und nach den Spielen bilden. Auch nicht ausgeschlossen, dass das Schiff sogar zum Hertha-Museum wird…

Was passiert mit möglichen Überschüssen aus den Aktien? Wolter: „Sie dienen zur Deckung der Kosten für Überführung, Instandsetzung und Unterhalt.“

„Hertha ist coming home“ – was für ein Mega-Deal! Das Gründerschiff wird neben der Fahne pur das neue Schmuckstück des Vereins.

Quelle: LINK

 

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